
Stammleser unseres Blogs werden die Software UTM sicher schon kennen. UTM fungiert als vollausgestatteter Systememulator und als Host für virtuelle Maschinen auf iOS und macOS, basierend auf QEMU. Vereinfacht ausgedrückt ermöglicht die Software das Betreiben von Betriebssystemen wie Windows und Linux auf Mac-Geräten sowie auf iPhones und iPads. Über die Funktionsweise mit macOS und Windows 11 habe ich bereits berichtet. Kürzlich wurde die Version 4.6.0 von UTM als Beta veröffentlicht, welche überraschend viele Neuerungen mit sich bringt. Wer keine Betas testet, der sollte derzeit bei der stabilen Version 4.5.4 bleiben.
Das Backend wurde auf die neueste Version von QEMU aktualisiert, was eine Vielzahl von Fehlerbehebungen und Leistungsverbesserungen mit sich bringt. Für macOS 15 wurde die verschachtelte Virtualisierung für Linux-VMs, die das Apple Virtualization Backend auf M3 oder neueren Geräten nutzen, standardmäßig aktiviert. Außerdem können QEMU-VMs auf macOS 15 jetzt Total Store Ordering (TSO) aktivieren. Wenn TSO auf einem Gastbetriebssystem aktiviert ist, das das Systemregister (ein spezieller Speicherort innerhalb der Prozessorarchitektur, der zur Steuerung und Verwaltung von Betriebsfunktionen der CPU verwendet wird) kennt (wie Rosetta für Linux), kann die Leistung der Intel-Emulation innerhalb des Gasts erheblich verbessert werden.
Es gibt jedoch ein bekanntes Problem mit UTM auf macOS 15, bei dem der Zugriff auf Dateien aufgrund eines Berechtigungsfehlers fehlschlagen kann. Das Team untersucht dies derzeit sowie damit zusammenhängende Probleme. Bis zur Klärung wird kein Upgrade auf macOS 15 empfohlen. Das Update auf QEMU v9.1.0 könnte neue Probleme und Regressionen mit sich bringen. Sollten Nutzer auf Probleme stoßen (Abstürze, Leistungsprobleme, Fehler), die in Version v4.5.x nicht auftraten, wird darum gebeten, ein Issue zu eröffnen und alle angeforderten Informationen bereitzustellen.
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